Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/magyarorszag

Gratis bloggen bei
myblog.de





Schon seit einer Ewigkeit „Sajnos, nincs“ oder kiwitt, habatt, habatt, habatt, kiwitt, habatt (ungef

Eine Menge ist passiert, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Ich war in Istanbul, habe Transsylvanien unsicher gemacht und mich wieder mal mit Leib und Seele ungarischer Gipsymusik verschrieben, ohne sie auch nur ansatzweise zu verstehen. (eigentlich auch nur mit der Seele, das mit dem Tanzen verbietet sich ja für mich irgendwie aufgrund übermäßig groß geratener Körperteile und damit verbundener Ungelenkigkeit)

Aber der Reihe nach: Istanbul.

Ich werde diesmal nicht ganz soviel zum großen Tor zwischen „Irgendwie so wie bei uns, nur tausendmal größer“ (Okzident) und „Aber eigentlich doch ganz, ganz anders“ (Orient) schreiben. Es war eine andere Erfahrung, als beim ersten Mal. Da ich ja nun schon einen bescheidenen Teil der Stadt kannte, konnte mich diesmal irgendwie etwas mehr auf die Türkei und die Leute konzentrieren. Hat nicht geklappt und trotzdem habe ich ne Menge Erfahrungen mitgenommen. Die Türken haben ein unglaubliches Vertrauen in ihre Mitmenschen. Wenn der Bus mal wieder so voll ist, das man nicht mal bis zum Fahrer vorzudringen kann und eigentlich schon froh sein kann, das man den letzten, eigentlich nicht vorhandenen, Platz in der Menschenmenge ergattern konnte, der dann seinerseits nochmal für die 3 nachfolgenden Fahrgäste bereitwillig komprimiert wird (was auf vielen Strecken eigentlich zwischen morgens um 7 und abends um 10 immer der Fall ist), ist man trotzdem gezwungen, vom Akbil (der Fahrschein in Form eines kleinen Magnetknopfes, der so ähnlich aussieht wie eine Knopfzellenbatterie) eine Fahrt abbuchen zu lassen. Istanbuler Busfahrer merken sich immer alle Fahrgäste, habe ich mir sagen lassen, also sollte sich jeder in Acht nehmen, der ein Entwerten nicht für notwendig befindet. Wie aber soll das ganze von statten gehen in so einer Situation? Ganz einfach: Man gibt sein Akbil, meistens im Verbund mit Haustürschlüssel (!!!) einfach an den nächsten weiter und der macht dann dasselbe, bis er vorne entwertet werden kann. Dann wandert der Fahrschein zurück, bis er wieder wohlbehalten bei einem ankommt. Diese Technik funktioniert tatsächlich und niemals habe ich bis jetzt gehört, dass einem dabei mal der Schlüssel gestohlen worden wäre. Unglaublich, in Deutschland unvorstellbar und irgendwie ein Stück heile Welt im größten Chaos, was ich je erleben durfte. Und damit wären wir beim zweiten unbedingt zu Erwähnenden im Bezug auf Istanbul dieses mal: diese Stadt ist ein riesiger Moloch voller Stress und Chaos. Ein besonders schöner ohne Frage und einer, in dem sich dieses Chaos in eine mehr oder weniger funktionierende Gesellschaft zusammenfügt. Was wohl auch daran liegt, das die Istanbuler Weltmeister im Verdrängen zu sein scheinen: jeder Bewohner der Stadt weiß um die akute Gefahr des Erdbebens, das die Stadt wohl in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten heimsuchen wird und jeder weiß, das die Folgen nicht abzuschätzen sind und dermaßen schrecklich werden könnten, das sie alles andere bisher dagewesene warsch. in den Schatten stellen würden. In Istanbul leben mehrere Millionen Leute in abrissreifen Häusern, Zugezogene aus Anatolien, die sich ihr persönliches Glück und Erfolg erhoffen. Niemand kann sich eine erdbebensichere Wohnung leisten. Und auch sonst: wenn eine 17 Millionen Einwohner Stadt von einem schweren Erdbeben heimgesucht wird… ich möchte das nicht unbedingt ausmalen…

Also noch mal zurück zum Stress: ich weiß nicht, warum mir das das letzte mal nicht aufgefallen ist, aber nach 10 Tagen Istanbul, war ich froh, wieder in meinem „Dorf“ Budapest zu sein. Hier ist alles entspannt und ruhig. Und wenn ich das zu einer 1,7 Millionen-Stadt sage, dann wisst ihr ungefähr, wie Istanbul  so ist. Ich war schlicht und einfach überfordert diesmal. Was aber nicht heißt, das es nicht wunderbar gewesen wäre und keinen Spaß gemacht hätte. Aber nach 10 Tagen wars dann genug. Ich wollte auch endlich mal wieder Tomaten kaufen, ohne dafür handeln zu müssen… J

 

„Kurt Schwitters: An Anna Blume

Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir?
Das gehört beiläufig nicht hierher!
Wer bist Du, ungezähltes Frauenzimmer, Du bist, bist Du?
Die Leute sagen, Du wärest.
Laß sie sagen, sie wissen nicht, wie der Kirchturm steht.
Du trägst den Hut auf Deinen Füßen und wanderst auf die Hände,
Auf den Händen wanderst Du.
Halloh, Deine roten Kleider, in weiße Falten zersägt,
Rot liebe ich Anna Blume, rot liebe ich Dir.
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ----- wir?
Das gehört beiläufig in die kalte Glut!
Anna Blume, rote Anna Blume, wie sagen die Leute?
Preisfrage:
1. Anna Blume hat ein Vogel,
2. Anna Blume ist rot.
3. Welche Farbe hat der Vogel?
Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,
Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.
Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid,
Du liebes grünes Tier, ich liebe Dir!
Du Deiner Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir!
Das gehört beiläufig in die ---- Glutenkiste.
Anna Blume, Anna, A----N----N----A!
Ich träufle Deinen Namen.
Dein Name tropft wie weiches Rindertalg.
Weißt Du es Anna, weißt Du es schon,
Man kann Dich auch von hinten lesen.
Und Du, Du Herrlichste von allen,
Du bist von hinten, wie von vorne:
A------N------N------A.
Rindertalg träufelt STREICHELN über meinen Rücken.
Anna Blume,
Du tropfes Tier,
Ich-------liebe-------Dir!“

 

Lang lebe der Dadaismus. Oder Surrealismus. Oder, oder, oder.

Nun zu Rumänien:  Geil, geil, geil. Und natürlich ganz anders als Istanbul. Anstatt Sammeltaxis überall Pferdekutschen auf der Straße. Auf jeden Barbier in Istanbul kommt ein Schafshirte in Transsylvanien. Und auf jeden Straßenhund in Istanbul kommt einer in Siebenbürgen (was meines Wissens dann doch in etwa dasselbe ist wie Transsylvanien…da lasse ich mich aber gerne berichtigen).

Zur Landschaft: atemberauend und jeder, dem sich die Möglichkeit bietet, sollte sich mal en Auto mieten und einfach durch selbige fahren. Und zwar Nebenstraßen!!! Die meisten sind besser als man denken würde. Und bei den richtig kleinen muss man dann halt Schritttempo in Kauf nehmen. Aber man ist ja nicht da, um schnell von A nach B zu kommen. Der Weg ist das Ziel, liebe Genossinnen… (ja, dafür gibt’s doch glatt 5 Euro in mein persönliches Phrasenportemonaie…von mir für mich). Berghänge mit Schafsherden und Hirten, alte lachende Frauen, alte böse schauende Leute, die sich wundern, was die komischen Leute mit dem neuen ungarischen Auto bei ihnen in der Pampa wollen, Schweine, die das alles gar nichts angeht, Hunde und Katzen, die es sich zutrauen, es mit Autos aufzunehmen; das sind die Sachen, die einen in Rumänien erwarten, gepaart mit sehr schönen Städten (zu empfehlen sind unbedingt Cluj-Napoca (Klausenburg), Sibiu (Hermannstadt) und Braşov (Kronstadt) und einem atemberaubenden Stück Karpaten. Hinfahren. Unbedingt!!! Und fragt Herrn Werkmeister, der wird das bestätigen.

Was man in Siebenbürgen außerdem mitkriegt (wenn man das Glück hat, einen Dozenten in Budapest zu haben, der gleichzeitig noch Professor in Cluj ist und auch noch dort aufwuchs), ist, wie stark sich einzelne Volksgruppen in ganz Ost/Südosteuropa (für Deutsche) bzw. Mittel/Südmitteleuropa(???)(für „Mitteleuropäer“… wenn Europa bis zum Ural geht, dann liegt Ungarn zum Beispiel genau in der Mitte) vermischen. Da dies aber wohl für jedes Land einzeln betrachtet werden sollte, werde ich neben dem bescheidenen Wissen, was ich über die Ungarn bis jetzt hier breit getreten habe und welches auch nur auf Erzählungen des selben Professors aus Cluj beruht, nur noch kurz auf Rumänien eingehen, und auch die erhebt nicht wirklich Anspruch auf Vollständigkeit. In Rumänien sind bis heute 3 Bevölkerungsgruppen stärker vertreten. Die Rumänien (Sicher der größte Teil), die Deutschen (man nennt sie Sachsen…jaja, aber dazu später mehr) und die Ungarn. Eigenartigerweise siedeln die meisten Ungarn bis heut an der Ostgrenze Rumäniens, hier haben die meisten Städte als ersten Namen noch den Ungarischen, die Deutschen im Sachsenland etwa im Süden Transsylvaniens. Natürlich gibt es hier keine Städte, wo 70 % Deutsche leben, oder so, aber viele sind der deutschen Sprache noch mächtig. Oder der ungarischen. In Cluj wurden wir in der Kneipe auf Ungarisch angesprochen. Der Reiseführer meinte sogar, man könne von der meisten Dreisprachigkeit erwarten. So viel  Dreistheit können sich wohl auch nur deutsche Reiseführerautoren einfallen lassen. Wie dem auch sei, Rumänien war ein Teil des Schutzwalles gegen die Türken, weshalb man irgendwann deutschsprachige Luxemburger aufgrund ihres Know-Hows im Städtebau und ihrer „fortgeschrittenen“ Kultur nach Rumänien lockte, in dem man sie als freie Bürger dort leben ließ, sie wurden also aus der Leibeigenschaft befreit. Da die Rumänen aber meist nur mit den Sachsen Handel treiben, waren für sie irgendwann alle Deutschen Sachsen (nehmt euch ein Beispiel daran, Länder dieser Welt… wir benennen Deutschland in Sachsen um, vor so einem Land könnte auch niemand Angst haben, niedlich wie das klingt… und wie die erst sprechen…oder um mit Olaf Schubert zu sprechen: ich dachte, da kommen die Sorben, sich rächen&hellipund deswegen heißen die Deutschsprachigen in Rumänien bis heute Sachsen. Und Ungarn leben dort, weil dieses Land eben auch lange Zeit zu Ungarn gehörte. Was uns mal wieder lehrt: man versteht die mitteleuropäischen Staaten nur mit ihrer Geschichte und der Geschichte der heute dort lebenden Minderheiten aus den Nachbarländern.  Überall werden diese Minderheiten ähnlich bescheiden behandelt, meist schaut man auf sie mit Groll aufgrund lange zurückliegender Gräueltaten oder Territorienabtretungen (okkasioneller Neologismus…wird auch nie wieder verwendet, versprochen) und kommt irgendwie nicht auf die Idee, aufeinander zuzugehen. Leider. Liner stumpf auf eignem Recht beharren als in ne bessre Zukunft starren. (wenn ich damit nicht die goldene Himbeere für den schlechtesten Reim kriege, womit dann?)

 

 

Element of Crime: Kopf aus dem Fenster:

 

„Kopf aus dem Fenster und Arme auf´s Brett
und dann scheiss auf den Kaktus
der ist böse und heiß und ich fett und verdorben -
und du so nett.

Nimm den Fuß von der Bremse, ich muss ins Bett.
Wer nicht geht kommt nie wieder.
Wer bleibt ist nie weg.

Kopf unter Wasser und Füße im Sand
und dann scheiss auf die Hummer,
die sind bösen und heiß und bringen Kummer und Elend,
an jedem Strand.

Nimm die Hand von der Hupe - ich will an Land.
Wer nicht schwimmen kann, taucht.
Wer nichts taucht - runter vom Strand.

Was für Cloppenburg "Pfanni" ist, bist du für mich
und dann scheiss auf Metaphern,
die sind böse und heiß und im Gesicht hab´n sie Pickel,
die sind nicht schön.

Nimm die Hand aus dem Auge, ich will dich seh´n.
Wer nicht sitzen kann, liegt.
Und wer liegt, kann nicht mehr steh´n.

Würste und Brote und Gurken auf Eis
und dann scheiss auf die Mayo,
die ist böse und heiß.

Tu die Hände an´s Steuer
wir fahr´n im Kreis.
Glücklich ist der, der seinen Namen noch weiß.
Wer nicht fahren kann, läuft.
Wer nicht läuft, dreht sich im Kreis“

 

Und nun zum Schluss noch ein Tip von mir, der mir sehr am Herzen liegt. Wer sich diesem widmet, wird die Überschrift vielleicht auch verstehen. Anklicken und genießen:

http://www.myspace.com/parnograszt

 

In dem Sinne fallen mir jetzt die Augen zu und ich werden träumen: kiwitt kiwitt kiwitt hawatt kiwitt hawatt hawatt… oder so.

Leidtextvorschläge werden immer gerne genommen. Noch lieber Übersetzungen. Aber Vorsicht: es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Ungarisch und Rumänisch (und warsch. auch noch eines speziellen Dialektes…wer weiß und dabei wird nicht Lied für Lied die Sprache getauscht, viel eher wohl so um die 3 mal pro Satz. Je nachdem. Ich werde sie mir auf jeden Fall am 10.Dezember inBUdapest anschauen. Das wird legend…wait for it…ary.

 

Grüße

 

Der olle Hoffmannersen

 

 

PS: da ja hier niemand an den sinnlosen Vokalwidmungsgewinnspielen teilnimmt widme ich heute jedes A, einem langjährigen Weggefährten und getreuen Freund. (Achtung Pathos: )Jede noch so spontane und bescheuerte Anwandlung wird /wurde mit Handschlag besiegelt und durchgezogen. Das lehrt uns: verspreche niemals leichtfertig etwas, das du danach nicht zu halten gewillt bist. Unser beider Versprechen bezüglich geiler, aber fixer Ideen brachte uns bis heut nach Dänemark, Hamburg (für ein halbes Jahr), zu einer Cocktailbar in einer Turnhalle, in der wir dem Barbesitzer der Halle die Show stahlen, zu einer eigenen mobilen Cocktailbar (die übrigens wieder mal reaktiviert werden sollte), nach Rokitnice (schreibt man das so???), nach Venedig, Ljubljana, Zagreb, Split, Dubrovnik, Podgorica, Tirana, Athen, Thessaloniki, Istanbul und ganz kurz nach Belgrad. Und und und…

Ich nutze hiermit diesen Weg um dich an die nächste große, wahrscheinlich bekloppteste und interessanteste Reise zu erinnern. Wenn wir´s mal haben (monetär) wollten wir nach Hongkong oder Peking mit dem Auto. Behalt´s im Auge, ich vergess es nicht… ;-)

 

Grüße an

 

„Da zieht´s dir voll die Ballpumpe aus´m Elch“-„Da kannste dich in Karatschi mit der Radkappe rasieren“-„Das ätzt wie Atta in der Zuckertüte“ - Rosner

26.11.09 04:51


Schande über mein Haupt... aber dafür ellenlange Textqual für euch oder: Geschichtsunterrcicht, mein

An alle: ich lebe noch! Und es geht mir nach wie vor vorzüglich hier in Budapest. Ich habe in inzwischen die wunderschöne Puszta gesehen. Hunde, Katzen, Pferde und eine endlose Steppe. Und vor allem: endlose Ruhe. Ohne Ende. Nicht mal Vögel. Die gibt es ja bekanntermaßen im Herbst eher selten. Das Interessante dabei ist, dass einem der Großstadtlärm erst auffällt, wenn man ihn mal nicht mehr hat Kurzum: Die Puszta ist jedem uneingeschränkt zu empfehlen. Wer mal in der Nähe ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Sachdienliche Hinweise werden vom Autor jederzeit gerne gegeben.

 

Nun aber zum eigentlichen: damit mir am Ende niemand vorwerfen kann, dass er/sie nichts gelernt hat, gibt es heut ein wenig ungarische Geschichte. Genauer zur Landnahme Ungarns und den Folgen, die bis heute anhalten. Geschichten, von denen man in Deutschland nichts hört, die hier aber so alltäglich, stumpfsinnig und zum beängstigend sind, dass man um sie nicht herum kommt. Und da Unterricht heutzutage ja begeistern soll und man die die Leute bei der Stange halten muss, werde ich zwischendurch vielleicht völlig unzusammenhängend einige Textzeilen von gerade bei mir laufenden Liedern zum Besten geben. Die Logik dahinter ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar und die Texte werden nichts mit dem eigentlichen Text zu tun haben, aber mal sehen…

 

[Eleanor Rigby

Died in the church and was buried

Along with her name

Nobody came

Father McKenzie

Wiping the dirt from his hands

As he walks from the grave

No one was saved

 

All the lonely people

(Ah, look at all the lonely people)

Where do they all come from?

All the lonely people

(Ah, look at all the lonely people)

Where do they all belong?]

 

Nun die Landnahme in stark verkürzter Form und ungarischer Sicht: Einige ugrische Völker brachen zur Zeit der Völkerwanderung aus Sibirien auf in Richtung Europa, um neue Gebiete zu besiedeln. Manche blieben auch da, weshalb es heut auch in Sibirien noch Bewohner gibt, die eine Sprache aus der finnougrischen Sprachfamilie sprechen. Diese sterben aber leider langsam aus, so dass sich diese Sprachfamilie bald ausschließlich auf Ungarn und Finnland beschränken wird. Auf Höhe des Ural teilte sich die aufgebrochene Gruppe wohl noch einmal in 2 Gruppen, wobei der eine Teil sich auf ins heutige Finnland machte und der Andere seine neue Heimat im Karpatenbecken, dem heutigen Ungarn finden sollte. Dies erklärt, warum man zwar von einer finno-ugrischen Sprachfamilie spricht, diese beiden Sprachen heute aber kaum noch Gemeinsamkeiten haben. So wird die ungarische Besiedlung (Landnahme) auf das Ende des 9.Jahrhunderts datiert. Seitdem sind 1100 Jahre vergangen und jeder kann sich vorstellen, wie sehr sich eine Sprache in der Zeit verändern kann. Hinzu kommt, dass die beiden Länder ein ganzes Stück voneinander entfernt sind, so dass auch nicht wirklich ein Sprachaustausch in der Zwischenzeit stattfand (und die Finnen haben irgendwann eine Grammatik eingeführt, die sich wohl an der deutschen orientiert, während Ungarn eine eigenständige Grammatik entwickelte (was dem Lernprozess für einen durchschnittlichen Mitteleuropäer leider nicht zuträglich ist))

 

[Ein Mann steht im Laternenlicht und zündet sich was an.

Er steht dort seit zwei Tagen schon; wer ist dieser Mann?

Ein Kind steht unterm Apfelbaum und pinkelt in den Wind.

Es steht dort seit zwei Tagen schon; wer ist dieses Kind?

Ein Greis steht hinterm Supermarkt und macht sich Suppen heiß.

Er steht dort seit zwei Jahren schon; wer ist dieser Greis?

Schwer verwirrt am Morgen und Abends auch nicht klug.

Doch alles ist vergessen im nächsten Atemzug.

Ein Mann steht jeden Morgen auf und sieht sich selber an.

Er macht das dreißig Jahre schon; wer ist dieser Mann?

Schwer verwirrt am Morgen und Abends auch nicht klug.

Doch alles kommt ins Reine mit etwas Selbstbetrug]

 

Die heutigen Ungarn haben es sich also im Karpatenbecken bequem gemacht und stießen dabei leider nicht auf unbesiedeltes Gebiet. Einzelne, unorganisierte slawische Bauern befanden sich zu der Zeit dort, die man kurzerhand vertrieb. Die Bauern zogen sich in die hügeligen Karpaten zurück, wo die slawischen Stämme wesentlich besser organisiert und wehrhafter waren. Dies haben ihnen einige angrenzende (vor allem die Slowaken) heute noch nicht verziehen. Dazu aber später mehr.

Erst mal zur wohl aburdesten Geschichtsverfälschung aller Zeiten…

 

[Sie war nicht sehr hübsch und nicht sehr nett,

doch irgendetwas zog mich… doch irgendetwas zog mich… zu ihr ins Bett.

Doch als ich sie von hinten nahm, da war´s mit mir aus und vorbei.

Als griff mich ein Rivale an, es prangte groß ihr Arschgeweih.

Ein Hirsch vom Zoo aus Bitterfeld, hat meiner Lust den Mast gefällt.

Es ist aus und vorbei, wegen deinem ARSCHGEWEIH.]

 

Das sind Sprünge hier. Gefällt mir, so mit den Liedtexten… Wenzel im übrigen… damit ihr mich nicht in der Schmuddelecke verortet.

Aber weiter mit zurechtgebogener Geschichte: Man einigte sich in Ungarn irgendwann  auf das Jahr 895 als Jahr der Besiedlung. Dementsprechend sollte es also 1895 ein großes Fest zu Ehren der Landnahme geben. Man hat also alles vorbereitet und nebenbei vor allem Budapest ordentlich auf Vordermann bringen wollen. (so entstanden zu dieser Zeit beispielsweise der berühmte Heldenplatz oder die Metrolinie 1… bis heute sind nur 2 dazugekommen…eine vierte Linie ist seit etwa 15 Jahren in Arbeit und soll jedes Jahr aufs neue im darauffolgenden Jahr auf jeden Fall fertig werden…das lässt Budapester bei jeder Baustelle zum Running-Gag greifen, dass es sich auch beim gerade anzuschauenden Loch um eine Ausgrabung für Linie 4 handeln muss und sagt nebenbei viel über ungarischen Pünktlichkeit und Bestechungsmodalitäten aus. (her fließt garantiert nicht jeder investierte Forinth in die Bauvorhaben, ganz im Gegenteil… laut Zeitungsberichten liegen die Boni der beteiligten Führungspersönlichkeiten in öffentlichen Ämtern oder bei staatlichen Bauvorhaben ungefähr in der Höhe der aufgewendeten Staatszuschüsse…während beispielsweise Busse langsam aber sicher ihrer aus technischer Sicht letzen Fahrt entgegenblicken... ihre Halbwertszeit haben die meisten auf jeden Fall schon überschritten))

Das einzige Problem für die Feierlichkeiten war schließlich, das die Bauvorhaben nicht bis 1895 realisierbar waren. Also griff man zur einfachsten Lösung und datierte die Landnahme kurzerhand auf 896 um. Alles war fertig und es muss wohl ein berauschendes Fes gewesen sein. Hier spricht man bis heute von der Landnahme 896 und lernt es wohl auch so in der Schule. Was nicht passt, wird passend gemacht.

 

[Overhead the albatross

Hangs motionless upon the air

And deep beneath the rolling waves

In labyrinths of coral caves

The echo of a distant time

Comes willowing across the sand

And everything is green and submarine.

And no one called us to the land

And no one knows the where's or why's.

But something stirs and something tries

And starts to climb toward the light.

Strangers passing in the street

By chance two separate glances meet

And I am you and what I see is me.

And do I take you by the hand

And lead you through the land

And help me understand

The best I can.

And no one called us to move on

And no one forces down our eyes.

No one speaks and no one tries

No one flies around the sun....

Cloudless everyday you fall

Upon my waking eyes,

Inviting and inciting me

To rise.

And through the window in the wall

Come streaming in on sunlight wings

A million bright ambassadors of morning.

And no one sings me lullabyes

And no one makes me close my eyes

So I throw the windows wide

And call to you across the sky.]

 

Abschließend zu einem sehr traurigen und leider sehr aktuellen Thema: Ungarn und das Verhältnis zu seinen slawischen Nachbarn. Abgesehen davon, das heutzutage etwa 2 Millionen Ungarn in angrenzenden Staaten leben und da meist nur mehr oder weniger geduldet werden (wie das ja leider öfter geschieht), kämpft Ungarn immer mal wieder mit einem der angrenzenden Länder auf politischer Ebene um Anerkennung. Ganz besonders bizarre Züge nimmt das gerade in den Beziehungen zur Slowakei an. Im letzen Monat haben die Slowaken ein Gesetz verabschiedet, das es Ungarn dort verbietet, ungarisch zu reden, wenn nicht mindestens 20% der ansässigen Bevölkerung ungarischen Ursprungs ist. Außerdem hat man dem ungarischen Präsidenten letztens verboten, in die Slowakei einzureisen. Bei einer Reise zu einem Versöhnungsfest beider Staaten, das wohl jedes Jahr stattfindet. Die Ungarn halten es ihrerseits immer noch für eine gute Idee, Statuen zu Ehren der Helden der Landnahme (insbesondere dem heiligen Stefan, seinerseits erster König der Ungarn) in der Slowakei aufstellen zu wollen. Nebenbei wird der rechte Flügel der Parteienlandschaft hier in Ungarn immer stärker, inzwischen sind sie sogar im EU-Parlament vertreten. Und bei dem Unmut, der der aktuellen, sozialistischen Regierung hier entgegen bläst, will ich mir nicht ausmalen, was bei den Wahlen hier im Januar passieren könnte. Zumal die rechte Partei hier eine eigene Armee hat, die in deutschen Medien (um Glück noch übertriebener maßen) mit der SS verglichen wird. (diese marschiert aber wohl gerne mal mit der NPD zusammen am Heldenplatz auf. Sie soll verboten werden. Ob das was bringt, bleibt abzuwarten. Aus Sicht der Sinti, Roma (die in zuletzt häufiger, vor allem in dörflichen Gegenden, tot in ihren Häuser aufgefunden wurden) und der Juden, denen hier auch nicht immer freundlich begegnet wird, wäre eine allgemeine Entspannung der Lage auf jeden Fall wünschenswert. Es scheint aber so, als hätte fast jedes osteuropäische Land momentan seine Kämpfe mit übertriebenem nationalistischen Gedankengut auszutragen hat.

 

[Late afternoon another day is nearly done

A darker grey is breaking through a lighter one

A thousand sharpened elbows in the underground

That hollow hurried sound

Of feet on polished floor

And in the dollar store

The clerk is closing up

And counting loonies trying not to say:

"I hate Winnipeg."

The driver checks the mirror seven minutes late

The crowded riders' restlessness enunciates

The Guess Who suck, the Jets were lousy anyway

The same mood every day

And in the turning lane

Someone's stalled again

He's talking to himself

And hears the price of gas repeat his phrase:

"I hate Winnipeg."

And up above us all,

Leaning into sky

Our golden business boy

Will watch the north end die

And sing 'I love this town'

Then let his arching wrecking ball proclaim:

"I...hate...Winnipeg.“]

 

So nu isses spät, viel zu spät und ich muss ins Bett. Nochmal an alle, die sich Sorgen gemacht haben, oder dachten, ich hätte das vergessen: Mir geht’s gut und ich könnte mich in Budapest nicht wohler fühlen. Auch wenn ich grade all diese Schauergeschichte erzählt habe, das Leben ist hier ungefährlich und ich werde wohl kaum mit den Konflikten, die sich aus der Vergangenheit ergeben, in Berührung kommen.

Die Musikidee find ich Klasse, vielleicht findet sie noch mal Anwendung und die Geschichten über die Uni stelle ich erst mal hinten an, vielleicht finden sie nächstes mal Platz.

Für mich geht’s nächsten Donnerstag erst mal nach Istanbul, wo ich hoffentlich mal wieder im T-Shirt unterwegs sein kann (leider ist auch in Budapest der Winter eingekehrt…Herbst und Frühling fallen hier wohl eh immer aus) und dann werd ich wohl nächstes mal ein bisschen was für die ungarisch-türkische Völkerverständigung tun. Wenn das überhaupt nötig ist. Schließlich ist Attila für die Türken eh schon Volksheld und die Ungarn damit Freunde der Türken. Dazu vielleicht nächstes mal mehr.

 

Liebe Grüße

 

Der olle Hoffmannersen

18.10.09 04:35


Semperoper vs. Gewandhaus

Ich werde hierein Lanze brechen, die ich eigentlich nicht brechen wollte: der Blick auf Budapest von der Donau aus ist unglaublich und übertrumpft sogar noch unser schönes Ebflorenz.

Und auch wenn ich weiß, dass Franzi mir dass ab jetzt immer vorhalten wird, diesen Blick kann man nie vergessen. Und nebenbei: Dresden ist trotzdem schöner als Leipzig... Frauenkirche, Barock, Elbe, diese Liste könnte ewig weitergehen und ich werde auch niemals aufhören, drauf rumzureiten. Lang lebe das verrückte Dresden.

Aber zurück nach Ungarn: ich war nun bereits zwei mal unten an der Donau zur Abenddämmerung. Der Blick von da ist unbeschreiblich: Die Sicht auf die Freiheitsstatue (die gibt es tatsächlich auch in Budapest...errichtet für die Befreier Ungarns im 2.Weltkrieg...), die Burg, die Fischer-Bastei und natürlich das Parlament. Und das ist noch lange nicht alles von dieser Stadt. Ich werde wohl nach und nach von einzelnen Orten hier berichten.

Da ich nun aber hier langsam ein mehr oder weniger alltägliches Leben führen werde und muss, folgen hier regelmäßig ungarische Alltäglichkeiten und Verrücktheiten.  Zum Einkaufen gibt es in Ungarn grundsätzlich immer zwei Möglichkeiten: entweder man kauft in einem der unzähligen Supermärkte ein (oh, Überraschung, man kauft in Supermärkten ein… sowas gibt es in Deutschland ja wohl nicht) oder man geht in die Markthalle oder zum zahlreich vorhandenen Einzelhandel. Hier zeigt sich die zunehmende Verwestlichung des Landes das erste mal wirklich. Supermärkte kommen fast ausschließlich aus Frankreich (Match) oder Holland (Spar), ein englisches Äquivalent (Tesco) erinnert stark an Kaufland. In den ersten Tagen erscheint einem das normal, doch irgendwann entdeckt man halt die typischen Markthallen und das eigentliche „Einkaufserlebnis“. (es ist ein Erlebnis und hier macht es wenigstens noch Spaß ) Die Unterschiede? Erstens kostet Gemüse, Wurst und Käse nur die Hälfte, wenn nicht weniger, zweitens schmeckt es besser und drittens sollte man sich hier Zeit nehmen und sich alles anschauen, um die Preise und die Qualität zu vergleichen (durch den großen Konkurrenzkampf kann man meist tatsächlich davon ausgehen, dass höhere Preise, größere Qualität bedeuten). Das Prinzip ist relativ einfach, wenn man es einmal durchschaut hat: In der oberen Etage gibt es touristisch Verwertbares (Matroschkas, Schachspiele, Restaurants und anderes), die ebenerdige Etage bietet alles, was man für das leibliche Wohl benötigt: die beiden Außengänge bieten Gemüse und im Mittelgang findet man Käse, Wurst und Gewürze. Eingelegte, ungarische Spezialitäten und Fisch befindet sich aufgrund olfaktorischer Rücksichtnahme auf den Konsumenten im Untergeschoss. Wer den Geruch mag… Mir bleibt hier also nur noch, eine Lanze   für Markthallen und den Einzelhandel zu brechen. Es schmeckt besser, macht mehr Spaß und macht wenigsten nicht nur große Firmen reich.

Nächstes mal (hoffentlich nicht erst wieder in zwei Wochen) dann zum Kindergartenniveau der Germanistik in Ungarn (O-Ton eines Dozenten (!!!):  „Ich mag keine Sekundärliteratur, sie sollen sich ihre eigenen Gedanken machen“ und vielleicht über ungarischen Fußball (sollten wir es endlich mal ins Stadion schaffen).

 

Egesègedre (wobei das dritte e unbedingt lang zu sprechen ist, sonst wird aus „Auf deine Gesundheit“ ganz schnell mal „Arschloch“

 

Die Gurke ohne Schurke (glaubt mir, gäbe es etwas sinnvolles, das sich auf Gurke reimt, hätte ich es genommen… kreative Vorschläge werden wie immer gerne angenommen…ich biete auch hierfür die Widmung eines Vokals im nächsten Beitrag, nachdem ja letztes mal keine Antwort kam… )

 

PS: Heute in der Rubrik "Sachen, denen man eigentlich entkommen wollte": Scooter war gestern in Budapest...würg

PSS: Für Rechtschreibfehler übernehme ich keine Haftung, schließlich habe ich von deutscher Sprache keine Ahnung.

PPSS: Ich bitte höflichst darum, diesen Blog an alle weiterzuleiten, die Interesse daran zeigen und die ich versehentlich noch nicht darüber informiert habe...

17.9.09 00:36


Gibts auch Drogen?

Und nun mal zum eigentlichen: Ich habe eine Wohnung... Mitten im Zentrum, am „Blaha Lujza ter“. Eine Gegend die der Vermieter natürlich als "Herz der Stadt" bezeichnet. Und er hat Recht damit: Es ist laut, staubig und es fehlt an Grünflächen um die Ecke (wobei...kleine Spielplätze gibt’s hier schon).

SUPER! Genau das habe ich mir für ein halbes Jahr vorgestellt. Raus aus Jena und ab in die Großstadt. Ins verrückte Budapest. Perle der Donau. Stadt der heißen Sommer und erbärmlich kalten Winter (hier sollen im Dez./Jan. -15 Grad kommen. Ich lass mich überraschen und berichte, wenn es soweit ist.) Und vor allem: eine wunderschöne Stadt. Die meisten von euch wissen das sowieso, wer`s nicht weiß: hinfahren und angucken.

Die Wohnung könnte nicht besser liegen: 15 Minuten zur Donau, 5 zur Uni, 10 zum Parlament, 4 zur größten Synagoge Europas (soweit ich gehört hab) und in Pest ist wirklich alles Wichtige zu Fuß zu erreichen.

Es ist außerdem eine  typische, alte Budapester Wohnung. Von außen sieht man ihnen das nicht an, Fassaden werden in dieser Stadt kaum renoviert, da kümmert man sich eher ums Innenleben. Das ist hier auch nicht unbedingt der Fall, aber alles funktioniert. Zumindest was technische Sachen angeht. Ansonsten lief es relativ chaotisch an in der Wohnung:

Letzte Nacht hätte ich hier eigentlich noch alleine sein sollen, allerdings kam heut Nachmittag ein ungarischer Bauarbeiter vorbei, der davon überzeugt ist, das er hier noch bis Oktober wohnen kann. Der Mietvertrag (der von seinem Chef geschlossen wurde) galt allerdings nur bis Montag. Man ist hier allerdings etwas gemütlicher und nimmt das alles nicht so genau, so dass dieser Typ auch letzte Nacht noch in der Wohnung verbringen durfte. Er war, entgegen meines ersten Eindrucks, eigentlich wirklich nett, nur verstehen konnte ich ihn halt leider nicht. Außer einer Sache: er wollte gerne einen Joint mit mir rauchen. Ich habe abgelehnt und mich lieber Franzi zugewendet…

 Soviel zur Wohnung. Wer sie sehen will, muss halt gucken kommen.

Ich muss nu noch mal raus, is grade schön kühl, nachdem es endlich mal geregnet hat, kann man sich die Stadt ja auch mal nichtschwitzend mal anschauen. Vielleicht gehe ich noch mal runter an die Donau oder fahr mit nem Trolley Bus. Das sind Busse mit Obermasten, an denen die sich langhangeln. Fahren direkt bei mir vor der Tür und sehen einfach nur geil aus. Die Budapest- Treidler, manchmal möchte man die Leitungen anfassen und die Busse durch die Stadt ziehen.

 

Viszontlatasra

Der olle Hoffmannersen

4.9.09 21:29


Das war doch mal wieder ein typischer Hoffmann

Damit hätte sich das mit der Geheimniskrämerei ja nun auch schon erledigt... also gut, mein Name ist Hoffmann Hoffmannersen...

nun wird die Deutsche Bank wohl auf der Suche nach ihrem übernächsten Vorstandsvorsitzenden niemals an mich denken, aber bei dem Namen denkt eh niemand dran, mich vor eine Kamera zu stellen.

 

Grüße

euer Hoffmannersen

 

PS: Landeskunde: Wer als erster errät, welches gelbe, landestypische Gemüse ich gerade zu mir nehme (50 Cent/Kilo), dem widme ich das erste a in einem der nächsten Einträge.

4.9.09 19:28


Was? Der Hoffmann gibt private Details im Internet preis?

Dies ist ein Blog. Richtig… Blog… welch scheußliches Wort… welch scheußliche Tat… ein elektronisch manifestiertes Tagebuch… ich habe nie ein Tagebuch geschrieben… ich war immer der Meinung, das meine Erinnerungen für mich vorbehalten sind… mit allen Veränderungen über die Jahre, allen Beschönigungen, allen selbstbemitleidenden Beweihräucherungen und, und, und… dann plötzlich beginnt man, von seinen Reisen per E-Mail zu berichten um sich das ganze Postkartenschreiben zu ersparen…und eines Tages überlegt man sich, dass man die neue Technik nicht verurteilen darf, bevor man sie nicht selbst mal ausprobiert hat, erst recht nicht, wenn man sonst allen Elektronikschnickschnack nutzt.

Also soll es jetzt ein Blog sein. Und da kommt sicher auch alles rein, langweiliges, kurzweiliges, lustiges, Aufzählungen, Kommas keine Kommas, Rehctsribfhle, und,und,unds, und, und, und…

Ich habe keine Ahnung, ob das funktionieren wird oder ob das Ganze nach 3 Einträgen keiner mehr liest. Aber ich probier`s. Bis zum bitteren Ende… und darüber hinaus…vielleicht.

Ein bisschen verweigern muss ich mich dann doch, da kommt meine paranoide Ader dann wieder durch. Mein Name wird hier nicht auftauchen. Jeder, der das aus Interesse liest und mich kennt, weiß, wer ich bin. Führungsetagen und Personalabteilungen müssen nicht wissen, wer das geschrieben hat. An dieser Stelle leibe Grüße an meine Mutter: du hast es geschafft mich mit deiner Paranoia anzustecken!Selbiges an Jan, ich vermute, dass du mich im Endeffekt auf die Idee hierzu gebracht hast und was die Polen können, schaffen die Ungarn schon lange.

Zum Namen der Seite: wenn man schon im Internet sinnlose Gedanken von sich gibt, die niemanden interessieren, dann braucht es einen Blickfang oder irgendetwas, das alle begeistert. Also Sprachen. Noch schöner, als Sprachen sprechen, ist ja eigentlich nur, sie zu lernen. Und damit ich mit dieser Freude nicht alleine bleibe, werde ich euch ebenfalls damit beglücken. Und wenn ihr Ungarn auf ungarisch ohne Zunge im Knoten aussprechen könnt, dann beherrscht ihr schon mehr ungarisch als etwa 90 Prozent der Deutschen. Weitere Beispiele werden folgen.

 

In dem Sinne

Sziastok

4.9.09 19:19





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung